Girokonto kündigen: Muster zum Ausfüllen
Mit diesem Generator kündigen Sie Ihr Girokonto und weisen die Bank an, ein verbleibendes Guthaben auf ein von Ihnen genanntes Konto zu überweisen.
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01.08.2026
Kündigung meines Girokontos ____________
Wann brauchen Sie dieses Schreiben?
Dieses Schreiben nutzen Sie, um ein Girokonto bei Ihrer Bank oder Sparkasse zu schließen – etwa beim Wechsel zu einem günstigeren Anbieter oder weil Sie das Konto nicht mehr benötigen. Es enthält zugleich die Anweisung, ein Restguthaben auf ein anderes Konto zu überweisen.
Welche Frist gilt?
Für Sie als Kundin oder Kunde gilt keine gesetzliche Kündigungsfrist: Sie können den Girokontovertrag jederzeit fristlos kündigen, soweit im Vertrag nichts anderes vereinbart ist. Eine vertraglich vereinbarte Frist von mehr als einem Monat wäre unwirksam (§ 675h Abs. 1 BGB). Die Bank selbst muss dagegen mindestens zwei Monate Frist einhalten (§ 675h Abs. 2 BGB).
Rechtsgrundlage
Der Girokontovertrag ist ein Zahlungsdiensterahmenvertrag im Sinne des § 675h BGB. Danach können Sie jederzeit ohne Frist kündigen; eine längere als einmonatige Frist darf nicht vereinbart werden (Abs. 1). Entgelte sind nur zeitanteilig bis zur Beendigung geschuldet, Vorauszahlungen sind anteilig zu erstatten (Abs. 3), und für die Kündigung selbst darf kein Entgelt berechnet werden (Abs. 4).
- § 675h BGB — Der Zahlungsdienstnutzer kann den Zahlungsdiensterahmenvertrag – also den Girokontovertrag – jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, sofern nichts anderes vereinbart wurde; die Vereinbarung einer Kündigungsfrist von mehr als einem Monat ist unwirksam (Abs. 1). Regelmäßig erhobene Entgelte sind nur anteilig bis zur Vertragsbeendigung zu zahlen, im Voraus gezahlte anteilig zu erstatten (Abs. 3). Für die Kündigung selbst darf die Bank kein Entgelt verlangen (Abs. 4).
Häufige Fragen
- Welche Frist muss ich bei der Kündigung eines Girokontos einhalten?
- Grundsätzlich keine. Sie können jederzeit fristlos kündigen, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist; eine vereinbarte Frist von mehr als einem Monat ist unwirksam (§ 675h Abs. 1 BGB). Um Zahlungen nicht ins Leere laufen zu lassen, ist es dennoch sinnvoll, „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ zu kündigen und den Wechsel vorher vorzubereiten.
- Darf die Bank für die Kündigung Gebühren verlangen?
- Nein. Für die Kündigung des Zahlungsdiensterahmenvertrags darf kein Entgelt vereinbart werden (§ 675h Abs. 4 BGB). Bereits im Voraus gezahlte Kontoführungsentgelte für die Zeit nach der Auflösung sind Ihnen anteilig zu erstatten (§ 675h Abs. 3 BGB).
- Was passiert mit Daueraufträgen und Lastschriften?
- Die enden mit dem Konto. Erfassen Sie vor der Kündigung alle Daueraufträge und Lastschrifteinzüge und teilen Sie Ihre neue Bankverbindung rechtzeitig Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen und Vertragspartnern mit. Banken sind gesetzlich zu einer Unterstützung beim Kontowechsel verpflichtet – fragen Sie nach der Kontowechselhilfe.
- Kann ich ein Konto kündigen, das im Minus ist?
- Die Kündigung selbst ist möglich, ein Sollsaldo muss aber ausgeglichen werden – mit der Kontoauflösung wird er in der Regel sofort fällig. Klären Sie einen bestehenden Dispo vorher mit der Bank, damit die Auflösung nicht an einem offenen Saldo scheitert.
- Sollte ich das alte Konto sofort schließen?
- Praktisch ist es sinnvoll, das neue Konto zuerst einzurichten, alle Zahlungspartner umzustellen und das alte Konto noch einige Wochen mit Restguthaben laufen zu lassen. So fangen Sie vergessene Lastschriften auf, bevor sie mangels Deckung zurückgehen und Rücklastschriftkosten auslösen.
Stand: 01.08.2026